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Nagelpilz



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Nagelpilz (Onychomykose, Nagelmykose, Tinea unguium): Befall der Fuß- oder Zehennägel mit Pilzen, meistens Fadenpilze (Dermatophyten). Die Zehennägel sind wesentlich häufiger betroffen als die Fingernägel.

Die Behandlung ist langwierig und schwierig, Rückfälle sind häufig.

Leitbeschwerden

  • Gelbliche bis bräunliche Flecke oder entsprechende Verfärbung des gesamten Nagels
  • Verdickung der Nagelplatte, Verlust der glatten Kontur der Nagelfläche
  • Verformung und Abheben der Nagelplatte vom Nagelbett
  • Brüchigwerden des Nagels am freien Ende.

Nagelpilzbefund an der Außenseite der Großzehe eines 36-jährigen Mannes mit Ablösung der verdickten Nagelplatte, Aufrauung der (auf der Innenseite noch intakten) Nagelfläche und Gelbbraunfärbung des betroffenen Bereichs. Solche Befunde sind ausgesprochen schwer zu behandeln, weil die üblichen Antimykotika-Cremes wirkungslos sind und spezielle Antimykotika-Nagellacke wie auch Antimykotika-Tabletten die Pilzherde im Nagelbett nur schwer erreichen.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn

  • Nicht sicher ist, ob Nagelveränderungen Folge einer Pilzinfektion sind
  • Die Nagelveränderungen im Rahmen der Selbstbehandlung nicht verschwinden
  • Diabetes besteht.

Die Erkrankung

Eine Nagelpilzinfektion entsteht meistens durch Fadenpilze (Dermatophyten), eher selten durch Hefepilze (Candida-Arten) und Schimmelpilze. Bei einem Befall mit Fadenpilzen beginnen die Nagelveränderungen in aller Regel am freien Ende des Nagels und schreiten dann langsam in Richtung Nagelwurzel fort. Bei einem Befall mit Hefepilzen ist es eher umgekehrt.

Die Fußnägel sind weitaus häufiger betroffen als die Fingernägel. Gründe dafür sind das feucht warme Milieu im geschlossenen Schuh sowie kleine Verletzungen durch festes Schuhwerk, die das Eindringen von Krankheitserregern erleichtern. Nicht selten geht eine Fußpilzinfektion voraus.

Das Auftreten von Pilzinfektionen an Füßen und Nägeln wird durch allgemeine Abwehrschwäche und Durchblutungsstörungen begünstigt, beispielsweise bei Diabetes.

Das macht der Arzt

Der Arzt gewinnt etwas Nagelmaterial, um die Pilzart in der Pilzkultur im Labor bestimmen zu lassen und ein passendes Medikament auszuwählen. Bei einer hartnäckigen Pilzinfektion oder gleichzeitigem Befall mehrerer Nägel wird die innerliche Anwendung eines Antimykotikums (z. B. Fluconazol in Diflucan®) erforderlich. Meistens reicht jedoch das mehrmonatige Auftragen eines antimykotischen Nagellacks aus ( Selbstbehandlung). Stark verdickte Nägel reagieren oft besser auf Antimykotika, wenn sie vorher durch „Abweichsalben“ oder Laserabtragung vorbehandelt wurden.

Selbstbehandlung

Zur Behandlung von Nagelpilzinfektionen gibt es spezielle, nicht glänzende Nagellacke, denen ein Antimykotikum zugesetzt ist (z. B. Amorolfin in Loceryl® Nagellack). Der Lack muss ein- bis zweimal pro Woche auf den betroffenen Nagel aufgepinselt werden. Vor jedem neuen Auftragen sollte die erkrankte Nagelstelle sorgfältig abgefeilt und gereinigt werden (entweder mit einem herkömmlichen Nagellackentferner oder einem dem antimykotischen Nagellack beiliegenden Lösungsmittel). Während der Behandlung mit einem antimykotischen Nagellack sollte möglichst kein kosmetischer Nagellack verwendet werden.

Die Behandlung eines Nagelpilzes erfordert Zeit und Disziplin (bei einem Fingernagel mindestens 6 Monate und bei einem Fußnagel bis zu 1 Jahr). Erst wenn ein gesunder Nagel komplett nachgewachsen ist, kann die Behandlung beendet werden.

Vorsorge

Einer Nagelpilzinfektion kann mit den gleichen Maßnahmen begegnet werden wie einer Fußpilzinfektion.

Komplementärmedizin

Zur unterstützenden Therapie bieten sich die komplementärmedizinischen Methoden an, die bei den pilzbedingten Erkrankungen genannt sind.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 15.04.2016 um 16:49


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