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Herpes genitalis



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Herpes genitalis (Herpes-simplex-Virus-Infektion, Genitalherpes): Entzündung im Genitalbereich durch Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-II). Herpes genitalis ist eine weit verbreitete Erkrankung; in Europa sind etwa 30 % der Bevölkerung Träger des HSV-II. Das Virus bleibt lebenslang im Körper und kann so auch immer wieder eine Entzündung hervorrufen. HSV-II wird durch Geschlechtsverkehr übertragen.

Leitbeschwerden

  • Juckreiz und brennende Schmerzen im äußeren Geschlechtsorganbereich und in der Scheide
  • In Gruppen auftretende, schmerzhafte Bläschen, die aufplatzen und verkrusten
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und beim Wasserlassen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, eventuell Fieber.

Wann zum Frauenarzt

Am nächsten Tag, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Eine Infektion mit HSV-II, in selteneren Fällen auch mit HSV-I, löst nach wenigen Tagen eine Entzündung im Geschlechtsorganbereich aus, die das äußere Geschlechtsorgan, die Schamlippen, die Scheide und auch den Gebärmutterhals betreffen kann. Es kommt zu den charakteristischen schmerzhaften Herpesbläschen, die einige Tage später aufplatzen und kleinen Geschwüren ähneln. Sie trocknen unter Krustenbildung ein und heilen nach 7–10 Tagen narbenlos ab. Da die Viren auch mit Behandlung lebenslang im Körper verbleiben, kann es immer wieder zu lokal begrenzten Rückfällen kommen, insbesondere in Zeiten mit geschwächter Immunlage. Sowohl die Erstinfektion als auch die Rückfälle laufen häufig unbemerkt ab und werden oft nur zufällig diagnostiziert.

Das macht der Arzt

Die Diagnose stellt der Arzt häufig schon aufgrund der typischen gruppiert stehenden, teilweise aufgeplatzten und verkrusteten Bläschen. Die Viren werden später im Labor anhand eines Abstrichs aus dem Bläscheninhalt isoliert. Im Blut lassen sich Antikörper gegen HSV-II nachweisen.

Vereinzelte, kleine Herpesherde mit frischen Bläschen können häufig noch allein mit einer virenhemmenden (virostatischen) Creme (Aciclovir, z. B. Zovirax®) behandelt werden. Bei älteren Infektionen oder ausgedehnten Bereichen verschreibt der Arzt Aciclovir als Tabletten. Dabei beträgt die durchschnittliche Anwendung bei einer Erstinfektion 5–10, bei einem Rückfall 1–2 Tage.

Vorsorge

Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome, um sich und den Partner vor einer Infektion zu schützen. Achten Sie auch auf leichte Beschwerden und gehen Sie frühzeitig zum Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 08.01.2018 um 15:23


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